Tag 14: Es gibt keine Neuigkeiten- jedenfalls keine großen.

Neuerdings hat Papa immer irgendwelche Internet-Informationen für mich, zu denen er meine Meinung wissen möchte.
Ich muss weiter ausholen: Ich rufe auf meiner morgendlichen, ca. 25 Minuten dauernden Fahrt zur Arbeit Papa mehrmals die Woche an. Meist dauern unser Gespräche so um die 5 bis 7 Minuten. Diese Zeit reicht jedoch für Papa, um mich mit Informationen zu versorgen, von denen er glaubt, dass ich sie noch nicht kenne. Diese Form der Kommunikation, die auf dem Prinzip von „Ich weiß was, was du noch nicht weiß und das reibe ich dir jetzt unter die Nase“ basiert ist aber nicht nur anstrengend, sondern auch zunehmend verwirrend für mich.
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Tag 13: Informationsdefizit

Inmitten eines morgendlichen Telefongesprächs überrascht mich Papa mit der Frage, ob ich denn schon wüsste, dass Microsoft mit seinem Betriebssystem jetzt auch andere Browser als den Internet Explorer vertreiben müsste. Ich bin baff. Weder weiß ich davon, noch hätte ich angenommen, dass er den Tatbestand so korrekt formuliert- inklusive das Wort „Browser“ unterzubringen. Ich wiegele ab und murmele ein schnelles „Jaja“. Natürlich merkt er das- die Taktik so zu tun als ob man Bescheid wüsste hat früher bei ihm schon nicht gegriffen. Langsam erhellt sich seine Stimme und ich weiß was gleich kommen wird: „Bin ich etwa besser informiert als du?“ flötet er ins Telefon und die Situation scheint ihm immer besser zu gefallen. Den ganzen Beitrag lesen »

Tag 12: Fotos “zusammenschneiden”

Ob ich ein gutes Fotobearbeitungsprogramm haben würde, ist die erste Frage, nachdem ich „Hallo Papa“ am Telefon gesagt habe. Habe ich denke ich und überlege mir gut meine Antwort. Ich antworte mit einer Gegenfrage ala “ja, wieso?”. “Kannst du mir das auch auf meinen Laptop spielen?”- Kann ich nicht! „Du hast doch zwei Programme bei dir drauf- die müssten doch eigentlich reichen (”für deine Bedürfnisse” spare ich mir).“ – “Ich möchte gern eins das alles kann.” Den ganzen Beitrag lesen »

Tag 11: Weihnachtsnachbericht

Weihnachten ist längst vorbei und ich habe die frohe Botschaft noch gar nicht kundgetan: Am 1. Weihnachtsfeiertag fuhr ich erleichtert, beschwingt und auch ein wenig Stolz von meinen Eltern nach Hause: Ich hatte es geschafft zwischen Mittagessen, Bescherung und Kaffee Papas neuen W-Lan Drucker anzuschließen und zu installieren. Nach kurzen anfänglichen Schwierigkeiten bei der Installation (per W-Lan wurde der Drucker nicht erkannt), musste nur noch ein Probeausdruck ordentlich aussehen. Leider hatte niemand an das Papier gedacht… Den ganzen Beitrag lesen »

Tag 10: Eine fiese Weihnachtslüge

Ich fühle mich schlecht- Ich befürchte, dass Lügen in der Weihnachtszeit doppelt bestraft werden. Zur Vorgeschichte: Papa hatte mich um Rat gefragt bzgl. eines W-Lan-fähigen Druckers. So hatte ich mir schön überlegt, dass das ja das perfekte Weihnachtsgeschenk für ihn wäre, und habe bereits Anfang November einen Drucker für ihn gekauft. Jetzt gab es diese Woche im Discounter einen Drucker mit W-Lan und Papa rief mich aufgeregt an, um mich nach meiner Meinung zu diesem Gerät zu fragen. Panisch suchte ich nach Ausreden- ich hatte ja schließlich schon einen für ihn gekauft. Wie kann ich den Drucker im Angebot schlecht machen? Den ganzen Beitrag lesen »

Tag 9a: Der macht immer noch etwas mit Internet

Natürlich schaue ich mir die Website der betreffenden Firma zeitnah an und schüttele fassungslos den Kopf. So etwas habe ich seit mindestens 8 Jahren nicht mehr gesehen. Gut, in den Anfängen der wohlgemerkt privaten(!) Webpräsenzen waren blinkende gifs und durch den ganzen Bildschirm scrollende Schriften ala “Herzlich Willkommen auf der Familienwebsite der Familie Schablonski” ja noch einigermaßen duldbar, aber eine Firmenpräsenz so schlecht aufgemacht zu sehen macht mich doch immer irgendwie etwas traurig. Wahrscheinlich ist das auch noch der ganze Stolz des Kleinunternehmers(!), dessen Sohn “irgendwas mit Internet macht”. Den ganzen Beitrag lesen »

Tag 9: Der macht wohl irgendwas mit Internet…

Bei einem morgendlichen Anruf bei meinem Vater erzählt er mir, dass ein Bekannter jetzt für sein Unternehmen eine Website hat. Die solle ich mir mal gründlich angucken- vielleicht wäre das ja auch was für seine Firma. Ich merke, wie sich eine leichte Verstimmung in mir breitmacht. Man muss dazu sagen, dass ich Papa schön seit mindestens 3 Jahren dazu überreden will, dass wir für seine Druckerei eine Webpräsenz erstellen. Jetzt, da der andere auch eine hat, findet er meine Idee anscheinend nicht mehr so abwegig. Naja, ich schlucke die leichte Verstimmung herunter und beende das Telefonat höflich.
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Tag 8: Windows 7

“Windows 7- ist das was für mich? Das ist doch jetzt neu rausgekommen.” Schon wieder so eine Frage, bei der es meine gelernte Höflichkeit es mir verbietet, eine ehrliche Antwort zu geben. “Naja, sicherlich wäre das interessant- wenn man z.B. einen neuen Laptop kaufen würde. Deiner aber ist ja noch neu. Jetzt auf Windows 7 umzusteigen halte ich für nicht sinnvoll”, antworte ich. Den ganzen Beitrag lesen »

Tag 7: Ich will einen Drucker!

Papa möchte einen Drucker haben. Ich wusste, dass dieser Tag kommen würde und ich wusste, dass er mir nicht gefällt. Ich selbst habe schon zu viele negative Erfahrungen mit den einzelnen Geräten gemacht- wozu soll ich ihm da bloß raten?
Bevor ich zu klassischen Kriterienfragen wie Farbe oder Schwarz-Weiß, Tinte oder Laser komme, fügt Papa „aber mit Wlan“ hinzu. Ich schlucke. Woher weiß er denn jetzt, dass man den Drucker auch in sein eigenes Netzwerk integrieren kann? Verdammt, daran ist bestimmt wieder irgendeine Computersendung im Fernsehen schuld. Langsam habe ich auch den Verdacht, dass online auf Spiegel.de die Nachrichten aus dem Bereich „Netzwelt“ liest.
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Tag 6: Bilder von der Fotokamera auf dem Computer speichern

Irgendwie traut mein Vater dem Computer nicht. Er möchte seine Urlaubsfotos zwar auf dem Computer anschauen, von der Kamera löschen will er sie aber nicht. Das sei ihm zu unsicher.
Gut- lassen wir also die Fotos auf der Kamera und kopieren sie nur auf den Laptop. „Wo sollen wir sie denn ablegen?“, frage ich ihn. „Wie wohin? Auf den Laptop!“ Ich erkläre ihm, dass wir einen Ordner anlegen sollten, in dem dann immer alle seine Fotos gespeichert werden. Den ganzen Beitrag lesen »

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